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Leo-Salo-Leo-Fonds

Auch Kinder unter 10 Jahren können dem Gedächtniszentrum Camp Westerbork einen sinnvollen Besuch abstatten. Schon von klein auf kann ein Kind lernen, zu spüren, was Ungerechtigkeit und Gewalt sind, was Menschlichkeit bedeutet. Das kann Geschichten hervorbringen". Der Leo-Salo-Leo-Fonds wurde gegründet, um diesen Worten des Pädagogen Dr. Ido Abram Substanz zu verleihen.

Der Leo Salo Leo-Fonds soll Bildungsprogramme, Projekte und Aktivitäten für Kinder unter 10 Jahren entwickeln, die das Gedächtniszentrum Camp Westerbork besuchen.

Leo Blumensohn (1921-1993)
Leo floh im Dezember 1938 aus Deutschland in die Niederlande. Er war der erste, der im Oktober 1939 im Zentralen Flüchtlingslager Westerbork registriert wurde. In den vier Jahren, die er hier verbrachte, leistete er einen wichtigen Beitrag zur Bildung der Jugend. Anfang 1944 wurde er nach Theresienstadt und von dort nach Auschwitz deportiert. Nach dem Krieg ließ er sich in Israel nieder. Er hatte seinen Glauben an die Menschheit nicht verloren.

Salo Carlebach (1919-1942)
Salo unterrichtete jüdische Erziehung in Westerbork, das heute als Durchgangslager dient. In dieser Funktion war er vom Judenrat in das Lager geschickt worden. Salo Carlebach war ein außergewöhnlicher Mann, und er liebte Kinder sehr. Zusammen mit Leo Blumensohn leitete er den Schülerkreis. Der erste Deportationszug verließ Westerbork am 15. Juli 1942. Im letzten Moment beschloss der Lagerkommandant, eine weitere Gruppe von Gefangenen hinzuzufügen: 51 Kinder aus dem Waisenhaus des Lagers. Salo Carlebach beschloss, die Kinder freiwillig zu begleiten. Sie wurden alle in Auschwitz-Birkenau ermordet.

Leo Meijer (1935-1944)
Im September 1942 kam Leo Meijer mit seinen Eltern im Lager Westerbork an. Er würde zwei Jahre lang dort bleiben. Während dieser Zeit fertigte Leo viele Zeichnungen an, die von seinem Vater aus dem Lager geschmuggelt wurden. Auch ein spezielles Sinterklaas-Gedicht von ihm ist erhalten geblieben. Am 4. September 1944 wurden Leo und seine Eltern auf einen Transport nach Theresienstadt gebracht. Von dort ging es nach Auschwitz. Anfang Oktober 1944 wurde dort der 9-jährige Leo ermordet.

Beitrag
Ein Beitrag kann an NL28RABO 0306 5848 32 im Namen des von Leo Salo Leo-Fonds geleiteten Gedenkzentrums Camp Westerbork überwiesen werden.

  • European Heritage Label
  • Unesco

Lage und Anfahrt

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Logo van Herinneringscentrum Kamp Westerbork