• Museum

Reisende Austellungen

Enin Koffer voller Hoffnung
Beinahe täglich gibt es Bilder von Flüchtlingen aus irgendeinem Teil der Welt, die oft nur in provisorischen Flüchtlingslagern untergebracht sind. Ihre Geschichte ist ein aktuelles Beispiel eines jahrhundertealten Problems, dass auch in den Niederlanden noch aktuell ist. Schon lange sind die Niederlande ein Ort für Menschen, die aus ihrem Land flüchten mussten, weil sie in ihrer Existenz bedroht wurden. So kamen auch Ende der 1930er Jahre tausende deutsche Juden in die Niederlande. Die Ausstellung ,,Ein Koffer voller Hoffnung“ erzählt die Geschichte dieser Flüchtlinge. Koffer gefüllt mit persönlichen Gegenständen Betroffener wie zum Beispiel Flüchtlingen, Grenzbeamter, die diesen etwas entgegensetzen mussten, dem Direktor des Flüchtlingslagers Westerbork.

Internierungslager Westerbork 1945-1948
Die Ausstellung ,,Internierungslager Weterbork 1945-1948“ befasst sich mit bisher noch nie ausgestellten Briefen, besonderen persönlichen Erzählungen und einzigartigen Bildern einer noch wenig bekannten Periode der Lagergeschichte. ,,Internierungslager Westerbork“ erzählt aber auch zugleich die Geschichte all der anderen Orte, die dieselbe Funktion hatten. Anhand dieser Ausstellung wird auch die Geschichte der NSB (National Sozialistische Bewegung der Niederlande) erzählt, über den entstehenden Hass gegen ,,falsche“ Niederländer und die Folgen, die eine Internierung mit sich brachte, vor allem für die Kinder der ehemals Internierten.Diese Ausstellung stellt die Frage ,,Was ist falsch?“.

Zur Aufbewahrung gegeben
Die Bedrohung einer bevorstehenden Deportation oder der Entschluss unterzutauchen veranlasste viele Menschen ihre wertvollsten Besitztümer zu verstecken oder zur Aufbewahrung den Nachbarn zu geben oder Freunden oder Unbekannten. Es ging neben kostbaren und teuren Dingen auch um Fotos und Kleidung. Nicht alle Niederländer gingen damit gut um: sie eigneten sich die Sachen an, die ihnen im Vertrauen gegeben wurden. Andere erfüllten ihre Pflicht besser. Nach der Befreiung kehrten 100.000 Juden nicht zurück. Gegenstände, Bücher und Fotos warteten vergeblich auf die Rückkehr ihrer Besitzer.

Lachen im Dunkeln
,,Lager Westerbork – eine Stadt für sich, eine Welt für sich – war voller Kontraste. Mit den Extremen der zutiefst elenden Transporte und den grandiosen Revuen, für die nicht an Kosten gespart wurde.“ Hinter diesen Worten, aus dem Mund eines alten Lagergefangenen, zeigt sich eine Welt von unwirklichen Gegensätzen. Innerhalb der Stacheldrahtumzäunung, in Sichtweite der Wachtürme und mit der Angst vor den wöchentlichen Transporten, war im Lager Westerbork in Kriegszeiten das womöglich beste Kabarett der Niederlande zu finden. Auch die Musikaufführungen waren von großer Qualität und die Sportveranstaltungen waren das Ansehen mitunter mehr als wert. Die deutschsprachige Ausstellung ,,Lachen im Dunkeln“ vermittelt einen tiefen Einblick in diese Welt der Gegensätze.

Auschwitz
Die Ausstellung "Auschwitz" erzählt die Geschichte des Nazi-Lagers, das als Symbol für die Vernichtung der Jüdinnen und Juden im von Nazis besetzten Europa steht, und für seine Überlebenden. Der Komplex bestand aus einer ehemaligen polnischen Kaserne, Auschwitz I; ein Barackenlager, Auschwitz-Birkenau II und Dutzende von Nebenlagern. Das Lager entwickelte sich zum größten Komplex der Konzentrations- und Vernichtungslagern. Allein aus dem Lager Westerbork fuhren ab dem 15. Juli 1942 66 Züge mit Tausenden von Jüdinnen und Juden ab.

Sobibor

Die Ausstellung ,,Sobibor“ erzählt die Geschichte des gleichnamigen Lagers. Im Gegensatz zu Auschwitz-Birkenau war Sobibor ein reines Vernichtungslager. Die einzigen Juden, die nicht unmittelbar vergast wurden, waren die, die für den Ermordungsprozess gebraucht wurden. Neunzehn Züge sind von Westerbork nach Sobibor gefahren: alle 1943. Mit Stöcken, Knüppeln und Peitschen wurden die Juden bei der Ankunft aus dem Zug getrieben. Und wie in Auschwitz waren die Gaskammern wie Duschen eingerichtet.

Bergen-Belsen
Die Ausstellung ,,Bergen-Belsen“ erzählt die Geschichte des gleichnamigen Lagers. Von allen Lagern waren die Überlebenschancen in Bergen-Belsen am größten. Bergen-Belsen wurde 1935 auf der Lüneburgerheide als Barackenlager für Arbeiter gebaut. Obwohl auch in Bergen-Belsen die Lebensumstände schlecht waren, gab es dort weniger Misshandlungen, als viel mehr Schikane. Berüchtigt war das stundenlange Stehen hinter Stacheldraht ohne Essen und Trinken. Ein Vorteil war jedoch, dass sich die Familienmitglieder, obwohl sie gesondert wohnten, täglich eine Stunde sehen konnten. Im Lager gab es eine strikte Hierarchie : die SS stand über allem und ließ die Juden über die Juden herrschen.

 

  • European Heritage Label
  • Unesco

Wegbeschreibung

Wie erreichen Sie das Herinneringscentrum Kamp Westerbork? Klicken Sie auf hier, um weitere Informationen zu Transportoptionen und zur Erreichbarkeit zu erhalten.

Logo van Herinneringscentrum Kamp Westerbork