• Jodenvervolging

Zeittafel Judenverfolgung

Deutschland

1933

Jüdische Beamte werden entlassen.

Jüdische Künstler und Journalisten dürfen ihren Beruf nicht mehr ausüben.

1935

15. September

Hitler verkündet die Nürnberger Rassengesetze: Juden dürfen in Deutschland keine Nichtjuden mehr heiraten.

1938

Jüdische Ärzte und Rechtsanwälte dürfen nur noch Juden behandeln/vertreten.

Sie müssen sich dann Krankenbehandler bzw. Konsulent nennen.

9. November

Reichskristallnacht. Hitler und Goebbels beschließen organisierte Pogrome. Dutzende Synagogen werden angezündet, tausende Geschäfte kurz und klein geschlagen und geplündert. Misshandlung, Diebstahl und das Töten von Juden. Etwa 30.000 werden in Konzentrationslager abgeführt.

November/Dezember

Jüdische Unternehmen werden “arisiert”. Das Vermögen deutscher Juden wird gesperrt.

1939/1940

Im besetzten Polen beginnt der Terror gegen die jüdische Bevölkerung, unter anderem durch erzwungene Massenevakuierungen und dem Einrichten von Ghettos.

Niederlande

1940

1. Juli 1940

Juden dürfen nicht mehr im Luftschutz tätig sein.

5. August 1940

Verordnung zum Verbot des Quälens von Tieren beim Schlachten.

6. September 1940

Die Generalsekretäre der Ministerien stellen in Aussicht, keine Juden mehr in den Staatsdienst zu ernennen.

5. Oktober 1940

Personal des öffentlichen Dienstes muss Ariererklärung unterzeichnen.

22. Oktober 1940

Jüdische Unternehmen müssen sich bei der Wirtschaftsprüfstelle melden.

21. November 1940

Bekanntmachung, dass Juden ihrer öffentlichen Ämter enthoben werden.

1941

9. Januar 1941

Kinos für Juden verboten.

10. Januar 1941

Meldepflicht für Juden.

5. Februar 1941

Ärzte müssen angeben, ob sie jüdischer Abstammung sind.

11. Februar 1941

Juden dürfen keine Universität mehr besuchen.

13. Februar 1941

Errichtung des Judenrates Amsterdam (Joodse Raad voor Amsterdam).

22. und 23. Februar 1941

Razzien in Amsterdam.

27. Februar 1941

Juden dürfen kein Blut mehr spenden.

12. März 1941

Betriebe von Juden werden beschlagnahmt.

15. März 1941

Juden müssen ihre Radios abgeben.

31. März 1941

Errichtung der Zentralstelle für jüdische Auswanderung.

1. April 1941

Gaststätten für Juden verboten.

11. April 1941

Erste Ausgabe “Het Joodsche Weekblad”.

1. Mai 1941

Juden dürfen nur eingeschränkt in freien Berufen arbeiten.

4. Juni 1941

Bewegungsfreiheit von Juden eingeschränkt.

11. Juni 1941

Razzien gegen Juden in Amsterdam.

8. August 1941

Juden müssen ihr Geld abgeben. Postgiro- und Bankguthaben sowie Wertpapiere müssen an Lippmann, Rosenthal & Co übertragen werden.

1. September 1941

Jüdische Kinder müssen separate Schulen besuchen.

11. September 1941

Razzien gegen Juden in Enschede: nach Mauthausen abtransportiert.

15. September 1941

Der Besuch von Schwimmbädern, Parkanlagen, Bibliotheken, Zoos, Theatern, Museen, Märkten sowie anderer öffentlicher Einrichtungen wird Juden verboten.

7.-8. Oktober 1941

Razzien gegen Juden in der Achterhoek, in Arnhem, Apeldoorn und Zwolle.

22. Oktober 1941

Juden ist es nicht mehr gestattet, Mitglied in Vereinen zu sein.

7. November 1941

Juden ist es nicht mehr gestattet, ohne Genehmigung zu reisen oder umzuziehen.

5. Dezember 1941

Alle ausländischen Juden in den Niederlanden müssen sich zur “Emigration” registrieren lassen.

1942

1. Januar 1942

Jüdische Männer werden zur Arbeit in Lagern des Reichsdienstes für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (Rijksdienst voor de Werkverruiming) im Norden und Osten der Niederlande aufgefordert.

Juden dürfen kein nichtjüdisches Hauspersonal mehr beschäftigen.

9. Januar 1942

Öffentliche Bildungseinrichtungen für Juden verboten.

10. Januar 1942

Die ersten Juden kommen von Amsterdam aus in jüdische Arbeitslager.

17. Januar 1942

Juden der Zaanstreek müssen nach Amsterdam umziehen. Beginn der Konzentrierung der Juden in Amsterdam.

23. Januar 1942

Autofahren für Juden verboten.

Personalausweise für Juden müssen mit einem “J” gekennzeichnet sein.

25. März 1942

Juden dürfen keine Nichtjuden mehr heiraten. Außerehelicher Geschlechtsverkerhr mit Nichtjuden wird unter schwere Strafe gestellt.

26. März 1942

Hausrat aus Wohnungen von Juden darf nicht entfernt werden.

24. April 1942

Eine Vielzahl jüdischer Fleischereien müssen schließen.

29. April 1942

Einführung des Judensterns in den Niederlanden.

12. Mai 1942

Juden dürfen keine Postgirokonten mehr besitzen.

21. Mai 1942

Juden müssen ihren Schmuck, ihr Silber usw. bei Lippmann, Rosenthal & Co abgeben.

29. Mai 1942

Juden ist das Fischen nicht mehr gestattet.

5. Juni 1942

Absolutes Reiseverbot für Juden.

12. Juni 1942

Juden dürfen kein Gemüse in nichtjüdischen Geschäften mehr kaufen.

Juden müssen Fahrräder und andere Fahrzeuge abgeben.

Jegliche Ausübung von Sport ist Juden verboten.

26. Juni 1942

“Polizeilicher Arbeitseinsatz” in Deutschland für Juden bis zum 40. Lebensjahr.

30. Juni 1942

Juden dürfen nach 20 Uhr nicht mehr auf der Straße sein.

6. Juli 1942

Telefonieren für Juden verboten.

Juden ist es nicht mehr gestattet, Nichtjuden zu besuchen.

Juden dürfen in nichtjüdischen Geschäften nur noch zwischen 15:00 und 17:00 Uhr einkaufen.

14. Juli 1942

Razzia in Amsterdam.

15. Juli 1942

Erste Deportation vom Lager Westerbork.

Verlassene Wohnungen werden von den Deutschen geräumt.

Juden dürfen nur noch am Nachmittag zwischen 15:00 und 17:00 Uhr einkaufen.

31. Juli 1942

Juden dürfen keine Friseursalons mehr besuchen.

August 1942

Im gesamten Monat Razzien.

8. September 1942

In Den Haag dürfen Juden nicht mehr auf Bänken sitzen.

15. September 1942

Studierverbot für jüdische Studenten.

2. und 3. Oktober 1942

Razzien in jüdischen Arbeitslagern.

Familien werden Zuhause festgenommen und auch ins Lager Westerbork gebracht.

Herbst 1942

Es werden keine Aufforderungen mehr verschickt, Juden werden unvorbereitet von Zuhause abgeholt.

Zentraler Sammelplatz: “Hollandsche Schouwburg”.

1943

26. Januar 1943

Patienten aus “Het Apeldoornsche Bosch” in einem Transport nach Auschwitz deportiert.

26. Mai 1943

Razzia im Zentrum Amsterdams, Tausende nach Westerbork.

20. Juni 1943

Razzien in Amsterdam-Zuid und Amsterdam-Oost, Tausende nach Westerbork.

29. September 1943

Letzte große Razzia in Amsterdam. Auch “Joodsche Raad” nach Westerbork.

Frühjahr/Herbst 1943

Maßnahmen gegen Juden in Mischehen werden vorbereitet. Sterilisierte Personen werden von einer Vielzahl restriktiver Maßnahmen entbunden.

1944

2. Februar 1944

Gruppe portugiesischer Juden wird nach Westerbork gebracht.

März 1944

Razzia gegen Personen in Mischehen in Amsterdam.

Razzia gegen Personen in Mischehen in Amsterdam.

Letzte Deportation von Westerbork aus.

  • European Heritage Label
  • Unesco

Wegbeschreibung

Wie erreichen Sie das Herinneringscentrum Kamp Westerbork? Klicken Sie auf hier, um weitere Informationen zu Transportoptionen und zur Erreichbarkeit zu erhalten.

Logo van Herinneringscentrum Kamp Westerbork