• Geschiedenis

Verfolgung Sinti und Roma


Am 14. Mai 1944 versandten die deutschen Besatzer ein Telegramm an verschiedene niederländische Polizeikorps mit der Anweisung „ [...] eine zentral geführte Festnahme aller in den Niederlanden verbleibenden Personen, die das Merkmal der Zigeuner besitzen". Alle Sinti- und Roma-Familien mussten in das Lager Westerbork gebracht werden.
In Westerbork wurde klar, dass die niederländischen Polizeidienste den Begriff „Zigeuner" zu weit ausgelegt hatten. Etwa 200 Menschen schienen keine Sinti oder Roma, sondern Wohnwagenbewohnende zu sein. Sie wurden kurz nach ihrer Ankunft freigelassen. Über 50 Sinti und Roma hatten auch einen Pass aus einem neutralen oder verbündeten Land. Auch sie durften das Lager verlassen.

Am 19. Mai 1944 wurden 245 Sinti und Roma aus dem Lager Westerbork in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Eine von ihnen war Settela Steinbach, weltberühmt für das Foto, das an diesem Tag bei der Wagenöffnung in Westerbork gemacht wurde. Settela wurde am 3. August 1944 in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau getötet.

Von den 245 aus dem Lager Westerbork deportierten Sinti und Roma haben nur 30 den Krieg überlebt.

.

  • European Heritage Label
  • Unesco

Wegbeschreibung

Wie erreichen Sie das Herinneringscentrum Kamp Westerbork? Klicken Sie auf hier, um weitere Informationen zu Transportoptionen und zur Erreichbarkeit zu erhalten.

Logo van Herinneringscentrum Kamp Westerbork